Communiqué vom 20. Juli 2015 „Wagenplatz Frostschutz aus Winterthur. Wir werden unbequem!“

Wir sind das Wagenplatz Kollektiv Frostschutz aus Winterthur. Wir schreiben dieses Communiqué um auf uns aufmerksam zu machen. Die Einen haben schon von uns gehört und haben uns Unterstützt, die Anderen kennen uns vielleicht noch gar nicht…

Im Moment sieht unsere Lage ziemlich prekär aus. Wir besetzen seit März 2014 in Winterthur diverse Flächen und Wiesen der Stadt Winterthur. Unsere Forderung nach einem selbstbestimmten Lebensraum in Wagen und Lastern wird hier in Winterthur nicht geduldet. Die Begründung ist, dass es nicht Zonenkonform sei. Wir wissen, dass das Leben in Bauwagen und Lastern eine Grauzone darstellt, trotzdem hat die Stadt uns beim ersten Platz einen Gebrauchsleihvertrag von März 2014 bis Januar 2015 ausgehändigt.

An Weihnachten zogen wir frühzeitig in die Stadt, um zu zeigen, dass wir einen neuen Platz brauchen. Man kann einen Wagenplatz nicht bei Schnee und Frost umziehen. Diese Besetzung gefiel der Stadt natürlich nicht, da wir zu nahe am Zentrum seien und eine Gefahr darstellen könnten, um Linksautonome anzulocken.

Daraufhin gingen wir wieder auf die alte Wiese zurück und bekamen doch nochmals einen neuen Gebrauchsleihvertrag bis Ende April 2015. Anschliessend wurde dort mit dem bebauen eines SBB Wartungscenters angefangen.

Am 30. April besetzten wir eine andere Wiese der Stadt und über das 1. Mai Wochenende organisierten wir dort ein 3-tägiges Festival.
An diesem Standort probierten wir auf jegliche Art mit der Stadt zu kommunizieren. Jedoch bekam wir nie eine Antwort. Den Umzugstermin erhielten wir erst 3 Wochen vorher mit der Androhung zur Räumung am 17. Juli 2015.

Nun sind wir seit dem 17. Juli wieder auf eine unbenutzte Wiese der Stadt gezogen, genauer gesagt beim Schützenweiher am Rosenberg in Winterthur und haben am Samstag 18. Juli von der Zeitung „Landbote“ erfahren, dass wir geräumt werden sollen…

Zitat aus dem Zeitungsbericht:
“ «Wir werden das Notwendige vorkehren, um das Gelände räumen zu lassen», sagt Stadträtin Yvonne Beutler (SP). Die Stadt habe dem Kollektiv bereits bei der letzten Besetzung mitgeteilt, dass man keine weiteren Besetzungen mehr dulden werde.„

Unser Kampf für ein selbstbestimmtes Leben in Bauwagen und Lastern wird weitergehen.
Wir sind froh über jegliche Unterstützung bei unseren Zügeleien. Sei es beim gemeinsamen zusammen sein, um Präsenz zu zeigen, oder mit Traktoren, Fahrern, Kochen, Abbauen, Aufbauen…

Das Wagenplatz Kollektiv Frostschutz

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