Solidarität im Getriebe

Die Stadt Köln will ihren ältesten Wagenplatz verkaufen. Die Wäglas sollen sich (mal wieder) in Luft auflösen und von ihrer bedrohten Existenz müssen die Betroffenen aus der Presse erfahren.

Köln wie es stinkt und kracht.

Der seit 20 Jahren in der Krefelderstraße in Köln beheimatete Wagenplatz Wem gehört die Welt soll nun Büros und Parkplätzen des Arbeiter Samariter Bundes (ASB) weichen, während den Kölner_innen noch etwas von Sozialem Wohnungsbau erzählt wird, (übrigens für ungefähr identisch viele Menschen wie die, die durch die Vertreibung des Wagenplatzes ihren günstigen Wohnraum verlieren würden.)

Wir, die Wagengruppe Sand im Getriebe aus Freiburg, solidarisieren uns mit dem Wagenplatz Wem gehört die Welt und sagen unsere Unterstützung zu, um Köln zu zeigen, dass wir uns nicht kampflos wegverkaufen lassen.

Uns kotzt diese ignorante und asoziale Haltung der Kommunen gegenüber unserer Wohnform an, von der wir auch im achso „alternativen, grünen“ Freiburg viele Lieder singen können.

Dass Wagenleben als unkommerzielle, kreative und richtig geile Wohnform integraler Bestandteil unserer Städte ist, wird und bleibt, dafür müssen wir immer wieder kämpfen. Wir solidarisieren uns in unseren Kämpfen mit sämtlichen Gruppen der Gesellschaft, die sich für eine Stadt für alle einsetzen und der herrschenden Verwertungs- und Profitlogik damit entgegentreten.

Köln respektiere deine Wäglas!

Denn wer Wagenplätze bedroht wird Sandsturm ernten!!!

Convoi durch die Innenstadt

Convoi durch die Innenstadt anläßlich unserer Beschlagnahme vor 2 Jahren

Am 14. April vor 2 Jahren hat uns die Stadtverwaltung in  Form des Ordnungsamtes unter Leitung von Herrn Rubsamen  unsere bewohnten Wägen beschlagnahmt.Um daran zu erinnern sind wir mit 7 Lastern in Convoi durch die Innenstadt gefahren.

Hier der Flyertext:

Am 14.April vor 2 Jahren hat uns die Stadtverwaltung in Form des Ordnungsamtes unter Leitung von Herrn Rubsamen unsere bewohnten Wägen beschlagnahmt. Rubsamens Schergen kamen in den frühen Morgenstunden zu unserer Kundgebung für alternatives Wohnen und Leben in der Oberriederstraße und wir hatten ca 30 Minuten Zeit, zu realisieren was geschah und unsere nötigsten privaten Dinge einzupacken. Dass wir für die kommenden sechs Monate packen würden dachte wohl keine von uns. Auch nach 30 Jahren Wagenleben in Freiburg hat die Stadtverwaltung keine andere Antwort auf unsere Idee von kollektivem, mobilem Wohnen, als uns immer wieder unsere Lebensgrundlage zu nehmen und uns mit der inhumanen und unnötigen Not der wohnunslosigkeit zu konfrontieren. Und trotz alledem gibt es nachwievor Wagenleben in Freiburg. Es wird endlich Zeit, vorhandene und erkämpfte Gemeinderatsbeschlüsse und Verträge umzusetzen die unserer Wohnform einen Dialog mit den Verantwortlichen und einen Zugang zu Flächen ermöglichen könnten. Wir sind ein Teil dieser Stadt und lösen uns durch Repression nicht in Luft auf.

Mit immer noch Wagenlebenliebeden Grüßen.
Eure Wägler_innen ohne Platz

mehr Infos zu was geschah und wies weitergehen könnte findet ihr auf weitergehen könnte findet ihr unter:
lunte.indymedia.org/sig

convoi 14.4.2016

 

 

mehr fotos findet ihr hier

 

Die legendäre Sand im Getriebe Mottoparty!!

SOLIPARTY15farbe

Am 18. DEZEMBER ab 21:47 Uhr in der KTS

Zum Thema -ENDZEIT- kommt verkleidet und lasst uns UTOPIE LEBEN aber DYSTOPISCH FEIERN-

Wie immer mit den krassesten Performanceshows, den härtesten Bands und dazu auch noch die abgefahrensten DJane`s

Die Bänds: Agent of Kaos (metalpunk), Geranium (crust), sending all process the kill signal (electrocrust)

-> GERANIÜM MUẞTEN LEIDER ABSAGEN…

Die DJänes: Crach records (drum n bass), vaca loca (cumbia punk), DJ Trödel (trash), conniach (wave)

 

Convoi 13. Oktober 2015

convoi hp2Anbei unsere Pressemitteilung zum einjährigen “Freikauf” unserer (Wohn-) Fahrzeuge.
Anlässich diesen Tages, sind mit sieben unserer Fahrzeuge durch Freiburg gefahren um auf unsere fortwährende Platzlosigkeit hinzuweisen.
Ihr werden in Zukunft wieder öfter von uns hören… denn es braucht nach wie vor einen neuen selbstverwalteten Wagenplatz in Freiburg.
mit Dieselwolken und besten Grüßen

Pressemitteilung:

Hallo, wir sinds wieder, die Wagengruppe Sand im Getriebe.
Immer noch in Freiburg. Immer noch ohne Platz deshalb auf der Strasse.

Continue reading

Stadt Duisburg reicht die Räumungsklage ein

27.Pressemitteilung Duisburg, 19.8.2015

Laut eines Berichtes der WAZ vom 13.8.2015 reichte die Stadt jetzt Räumungsklage, beim Amtsgericht in Ruhrort, ein.
Obwohl die Wagenleute und ihr Anwalt immer wieder das Gespräch gesucht und für beide Seiten annehmbare Kompromissvorschläge unterbreitet haben, bleibt die SPD bei Ihrer „harten Linie“: Nicht reden, sondern über die Köpfe der Betroffenen weg regierend.
In dieser antidemokratischen Regierungsweise mit der Diskriminierung und Vertreibung von Schülern, Auszubildenden, Studenten, Handwerker, Künstlern und Musikern tritt die
menschenverachtende Sichtweise dieser Politiker deutlich zu Tage. Volksvertreter, die Minderheiten der Stadtgesellschaft nicht schützen, sondern bekämpfen, präsentieren damit ihre wahre, einfältige Gesinnung und werden dem Wählerauftrag nicht gerecht.
Die Zwangsräumung kostet die Stadt und damit den Steuerzahler viel Geld. Der Bürger verdient eine dialogbereite Politik. Doch die Stadtspitze tritt die Bürgerinteressen mit Füßen, was sich auch mit der Platanenabholzung am Hauptbahnhof, mitten in einem
Bürgerbegehren zeigte.

Wir kämpfen weiter gegen eine solche Politik, die mit Hundertschaften der Polizei durchgesetzt wird, weil sinnvolle Argumente fehlen.
Besuchen Sie unsere Mahnwache mit Bauwagen am Hauptbahnhof.

Experimentelles Wohnen e.V.
fredwalt@gmx.de
http://www.bauwagenplatzduisburg.blogsport.eu

Schon über 1555 Unterschriften auf unserer Online-Petition:
http://www.avaaz.org/de/petition/Oberbuergermeister_Soeren_Link_Bezirksvertretung_Hom
berg_IMD_ua_Der_Bauwagenplatz_DuisburgHomberg_muss_bleiben/?tAxqBib

Bisher erklärten sich solidarisch mit dem Bauwagenplatz:
Continue reading

KoZe (Kollektives Zentrum) in Hamburg ruft auf die Strasse. Rathaus räumen, KoZe bleibt !

143832Während sich aktuell die Stadt Hamburg auf Olympia vorbereitet, Geflüchtete in Zeltstädte kaserniert werden und erkämpfte Freiräume — oder solche, die Sie verteidigen wollten (siehe Breite-Strasse Verfahren) — akut von Repression bedroht sind, mehren sich die Stimmen gegen diese Kacke auf die Strasse zu gehen und für ein selbstbestimmtes Leben einzustehen und zu fordern: “Rathaus räumen — KoZe bleibt!”

Den Sommer zum Tanzen bringen….
Continue reading

Stadt selber machen Aktionstage

149319Am Freitag fanden im Rahmen der Stadt selber machen-Aktionstage eine VoKü sowie ein Konzert auf den Gutleutmatten statt.

Am Freitag, den 24.07.2015, haben wir, die Wagengruppe „Sand im Getriebe“, im Rahmen der „Stadt selber machen-Aktionstage“ die Brache Gutleutmatten mit Leben gefüllt. Wir machen mit einer öffentlichen Essensausgabe und einem Konzert darauf aufmerksam, dass bereits vor gut zwei Jahren, nämlich am 9. Juni 2013, Wägler_innen eine Zwischennutzung bis Baubeginn dieser Brache gefordert hatten.

Continue reading

Communiqué vom 20. Juli 2015 „Wagenplatz Frostschutz aus Winterthur. Wir werden unbequem!“

Wir sind das Wagenplatz Kollektiv Frostschutz aus Winterthur. Wir schreiben dieses Communiqué um auf uns aufmerksam zu machen. Die Einen haben schon von uns gehört und haben uns Unterstützt, die Anderen kennen uns vielleicht noch gar nicht…

Im Moment sieht unsere Lage ziemlich prekär aus. Wir besetzen seit März 2014 in Winterthur diverse Flächen und Wiesen der Stadt Winterthur. Unsere Forderung nach einem selbstbestimmten Lebensraum in Wagen und Lastern wird hier in Winterthur nicht geduldet. Die Begründung ist, dass es nicht Zonenkonform sei. Wir wissen, dass das Leben in Bauwagen und Lastern eine Grauzone darstellt, trotzdem hat die Stadt uns beim ersten Platz einen Gebrauchsleihvertrag von März 2014 bis Januar 2015 ausgehändigt.
Continue reading