Am Montag den 14.04.2014 wurden wir, die Wagengruppe Sand im Getriebe, gegen 10 Uhr morgens ohne vorherige Aufforderung geräumt und 11 unserer Fahrzeuge beschlagnahmt.
Die zugrunde liegende Räumungs- und Beschlagnahmeverfügung wurde von Frau Sester vom Amt für öffentliche Ordnung unterzeichnet und von ihr mit Hilfe eines großen Polizeiaufgebots auch sofort umgesetzt. Continue reading
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Die Jagdsaison scheint eröffnet!?
Seit wir den Parkstreifen in der Hartmannstraße verlassen haben, hatten wir keinen ruhigen Abend mehr. Nach einer Woche Dauerobservation in der Hartmannstraße durch die Polizei haben uns die Ordnungsbehörden nun anscheinend für vogelfrei erklärt. Seit dem 8.04., nach der Befahrung des Platzes an der Ensisheimerstraße versucht das Amt für öffentliche Ordnung unsere Zuhause zu beschlagnahmen. Um dies zu ermöglichen, hat Frau Sester (Amt f. O.; Abt. Polizei- und Gewerbebehörde) einen Freibrief für die Polizei verfasst . Continue reading
Pressemitteilung vom 09.04.2014
Am 8.4.2014, dem Tag nach unserer Befahrung des Parkplatzes in der Ensisheimerstraße, haben die Ordnungsbehörden der Stadt Freiburg, in diesem Falle Frau Seester, uns eine Räumungsaufforderung zukommen lassen.
Der Parkplatz gehört der Freiburger Stadtbau, deren Vorstand Herr Klausmann, die Polizei beauftragt hat, den quasi öffentlichen Parkplatz zu Räumen. Die Beamtinnen kamen zu viert um kurz nach vier (kurz nach Feierabend der Stadtbau GmBh) um uns die Aufforderung, das Gelände sofort zu verlassen, zu überbringen.
Wir hatten somit keine Möglichkeit mit der Eigentümer_In persönlich Kontakt aufzunehmen, was sicher kein Zufall war. Continue reading
Pressemitteilung von 08.04.2014
Wer sich nicht bewegt, bewegt nichts
Nach einer Woche Straßenkante zwischen Hauptfriedhof und Güterbahnhofbaustelle sind wir heute mal wieder umgezogen.
Wie wir von den Ordnungsbehörden der Stadt Freiburg erfahren haben, haben sich mehrere Anwohner_innen über „versperrte Gehwege“ beschwert, was wir zum Anlass nahmen, uns über einen neuen Standort Gedanken zu machen. Continue reading
Wenn ihr unser Chaos stört, stören wir eure Ordnung
Wir sind heute nach einer Woche Strassenkante in der Hartmannstrasse umgezogen. Nach der Darbietung unserem automobilen historischen Kulturguts in der Freiburger Stadt sind wir nun in der Ensisheimerstrasse anzutreffen.
PM des Wagenplatzes Schattenparker Freiburg zum neuerlichen Umzug der Wagengruppe Sand Im Getriebe
Nachdem die Duldung der Wagengruppe Sand Im Getriebe auf dem Parkplatz der Pädagogischen Hochschule zum 31.03.14 abgelaufen ist, haben 20 Menschen in 14 LKWs und Bauwagen den Platz fristgerecht und besenrein verlassen, um einer ungewissen Zukunft entgegenzufahren.
Acht Monate hatte die Gruppe in Littenweiler ohne Beeinträchtigung der Nachbarschaft gewohnt. Einzig Polizei und Ordnungsamt versuchten wiederholt die Idylle zu stören. Davon haben sich die Bewohner der Wagenburg jedoch nicht ins Bockshorn jagen lassen und unablässig nach einem geeigneten Gelände, städtisch oder privat, und dem Dialog mit städtischen Behörden gesucht.
Back on the Roads …again
… aber weg sind wir noch lange lange nicht !!!
Pünktlich zum 31.03.2014 haben wir, die Wagengruppe Sand im Getriebe, den temporären Wagenplatz an der Pädagogischen Hochschule verlassen.
Befahren hatten wir diesen im Juli 2013 im Zuge der Kuca Aktionstage, um unsere Solidarität mit deren Kampf um selbstverwaltete Räume zu zeigen. Da auch für unsere Gruppe kein Lebensraum bestand verblieben wir bis zum heutigen Tag auf diesem Platz. Leider ist unsere gemeinsame Zeit in Littenweiler nun beendet.
Für die Unterstützung und Hilfe der Studierendenvertretung der PH und den Menschen aus dem Kuca, ohne die unsere Duldung so nicht möglich gewesen wäre, möchten wir uns bedanken.
Wir verlassen diesen Platz, weil wir uns an getroffene Abmachungen halten.
Wir verlassen diesen Platz, obwohl die geplanten Gentrifizierungsmassnahmen noch lange nicht erfolgen werden und nichts gegen eine längere Zwischennutzung spricht.
Wir verlassen diesen Platz, trotz der Perspektivlosigkeit vor der wir nun stehen.
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Sand ins Getriebe der Freiburger Stadtverwaltung gekippt
Wir haben heute, am 20.03.2014 mit 500g Sand das Rathaus attackiert, um unserer Not mit Nachdruck Ausdruck zu verleihen.
Wir sind rund 20 Menschen, die seit Jahren in Freiburg im Wagen leben und die Schnauze voll haben von der Stadtverwaltung ignoriert und schikaniert zu werden.
Ein letztes Schmankerl der Unverschämtheiten gegen uns war die Antwortmail auf eine Gesprächsanfrage unsererseits bezüglich unserer akuten Platznot.
In dieser Mail wird unter anderem erklärt, dass kein Bedarf an weiteren Flächen für Wagenleben gesehen wird und das ein solches Gespräch deshalb „entbehrlich“ sei.
Das wir seit Jahren genau diesen Bedarf haben und kommunizieren lässt diese Aussage der Verwaltung, gelinde gesprochen, frech klingen.
Stadt Freiburg hält Diskussion für entbehrlich und ruft zur Eskalation auf
Im Jahr 2006 (1), und erneut 2010 (2) war zwischen Freiburger Wagenbewohner_innen und Verwaltung abgemacht worden, eine Arbeitsgruppe zum Thema Wagenleben und Standortsuche zu bilden.
Trotz mehrfacher Erinnerung über die Jahre hinweg (1 2 3, zuletzt SiG am 02.02. und 25.02.2014) stellt sich die Verwaltung bislang taub:
→ Mail der Verwaltung an SiG (26.02.): Gespräche seien “entbehrlich” (s.u.)
→ Stellungnahme von SiG hierzu (20.03.): “Wir haben heute mit 500g Sand das Rathaus attackiert (…) Wir fordern keine Almosen oder Sonderbehandlungen sondern Akzeptanz und Respekt gegenüber unserer Wohnform.” (1)
Nachfolgender Brief ist die Antwort (26.2.2014) des Bürgermeisteramtes auf unsere Bitte, einen Termin mit uns zu vereinbaren, um sich mit uns über Wagenplätze in Freiburg zu unterhalten: Continue reading
Wir bleiben Sand im Getriebe!!!
Wir sind seit Juli 2013 auf dem PH-Parkplatz in Littenweiler geduldet.
Diese Duldung läuft nun zum 31.März 2014 aus und bisher konnten wir keine neue Fläche für uns und unsere Wägen finden, was uns erst mal wieder an den Straßenrand zwingt. Dort waren wir auch bis zum Juli letzten Jahres, wo wir vielfältiger Repression und Schikanen ausgesetzt waren. Das ständige Vertrieben werden, DNA Entnahmen aufgrund angeblicher Sachbeschädigungen und Wagendurchsuchungen sowie die tatsächliche und angedrohte Beschlagnahme und Zwangsabmeldungen unserer Zuhause waren und sind Gängeleien mit denen wir uns herumschlagen müssen und die uns immer wieder in existenzbedrohende Situationen bringen. Die Duldung auf dem Parkplatz in Littenweiler hat wieder einmal bewiesen, dass eine Koexistenz mit anderen Lebensentwürfen harmonisch möglich ist. Außerdem hat sie uns die nötige Verschnaufpause gegeben, sodass wir heute sagen können, wir lassen uns nicht mehr so einfach rumschubsen und ihr könnt unsere Bedürfnisse nicht einfach weiter ignorieren.